Mittwoch, 1:18
Eine neue Nacht voll interessanter Gedankengänge, leider völlig uninteressant, vor allem ausgelutscht. Der üblich banale Kram in Richtung paradoxe Lebensführung etc. .
Sprich: Es gibt soviele, so verdammt viele Menschen, die leben in ständiger Armut. Eine erschütternde Tatsache, die man so oft mitbekommt, dass man da schon längst nicht mehr darüber nachdenkt. Sie hat sich in unser Leben integriert wie der Orangensaft zum Frühstück oder das Bier zum Fußball oder was auch immer. Weiter steigert sich dann die Abschüttlung dieses grausamen Wissens durch unsere verwöhnte Gabe der Denkverschiebung in nähere, meist banalere Bereiche. Diese "Fähigkeit" der Verdrängung erscheint mir in meinem persönlich Falle geradezu eine Art von übermäßig egozentrischem Selbstschutz meines psychologischen Körperelements zu sein und ich gehe mal davon aus, dass das sehr, sehr vielen Menschen genau so geht. Wir schützen uns vor diesen unsere Seele belastenden immenesen Weltvergewaltigungen, indem wir Sorgen, Wüte(?) und Ängste gegen Dinge vorschieben, welche im Lichte des relativen Vergleiches eigentlich unfassbar lächerlich und unrelevant erscheinen. "Wir", und damit meine ich die Allgemeinheit, regen uns darüber auf, dass die Spritpreise steigen, dass sich die Olivenlaugenstange beim Bäcker von 1,35 auf 1,50 verteuert hat, dass Sportler Doping benutzen, dass uns das Studium nicht genügend Freiheiten zulässt, dass Menschen Sonntag morgens den Rasen mähen, dass Menschen in Hecken pinkeln und dass das neue PES es immer noch nicht geschafft hat dem Torwart mehr künstliche Intelligenz zu verschaffen, dass die Tomaten nach nichts schmecken und dass die Bahn schon wieder 12 Minuten Verspätung hat.
Furchtbar, eine wahre Katastrophe!
Leute, da draußen verrecken haufenweise Menschen auf der Straße weilse nix zu fressen ham und derweil werden Familien auseinandergerissen, Frauen vergewaltigt und Menschen aus politischen oder religiösen Gründen in ein Zwangslager gesteckt, getötet oder im besten Falle von ausländischen Industrien durch Sklavenarbeit ausgebeutet. Und wenn sie versuchen von diesen furchtbaren Umständen weg an andere Orte zu flüchten werden sie dort gedemütigt und verjagt! Das passiert wirklich, das sind keine verdammten Geschichten!
Aber wir müssen jammern. Wir haben unsere eigenen Probleme. Der Kaffee ist schon wieder lauwarm. Im Apfel ist ein Wurm. Im Bett liegen überall Kekskrümel. Das Klopapier ist alle. Wir haben Schimmel in der Küche.
Das ist doch eigentlich alles Quatsch.
Sprich: Es gibt soviele, so verdammt viele Menschen, die leben in ständiger Armut. Eine erschütternde Tatsache, die man so oft mitbekommt, dass man da schon längst nicht mehr darüber nachdenkt. Sie hat sich in unser Leben integriert wie der Orangensaft zum Frühstück oder das Bier zum Fußball oder was auch immer. Weiter steigert sich dann die Abschüttlung dieses grausamen Wissens durch unsere verwöhnte Gabe der Denkverschiebung in nähere, meist banalere Bereiche. Diese "Fähigkeit" der Verdrängung erscheint mir in meinem persönlich Falle geradezu eine Art von übermäßig egozentrischem Selbstschutz meines psychologischen Körperelements zu sein und ich gehe mal davon aus, dass das sehr, sehr vielen Menschen genau so geht. Wir schützen uns vor diesen unsere Seele belastenden immenesen Weltvergewaltigungen, indem wir Sorgen, Wüte(?) und Ängste gegen Dinge vorschieben, welche im Lichte des relativen Vergleiches eigentlich unfassbar lächerlich und unrelevant erscheinen. "Wir", und damit meine ich die Allgemeinheit, regen uns darüber auf, dass die Spritpreise steigen, dass sich die Olivenlaugenstange beim Bäcker von 1,35 auf 1,50 verteuert hat, dass Sportler Doping benutzen, dass uns das Studium nicht genügend Freiheiten zulässt, dass Menschen Sonntag morgens den Rasen mähen, dass Menschen in Hecken pinkeln und dass das neue PES es immer noch nicht geschafft hat dem Torwart mehr künstliche Intelligenz zu verschaffen, dass die Tomaten nach nichts schmecken und dass die Bahn schon wieder 12 Minuten Verspätung hat.
Furchtbar, eine wahre Katastrophe!
Leute, da draußen verrecken haufenweise Menschen auf der Straße weilse nix zu fressen ham und derweil werden Familien auseinandergerissen, Frauen vergewaltigt und Menschen aus politischen oder religiösen Gründen in ein Zwangslager gesteckt, getötet oder im besten Falle von ausländischen Industrien durch Sklavenarbeit ausgebeutet. Und wenn sie versuchen von diesen furchtbaren Umständen weg an andere Orte zu flüchten werden sie dort gedemütigt und verjagt! Das passiert wirklich, das sind keine verdammten Geschichten!
Aber wir müssen jammern. Wir haben unsere eigenen Probleme. Der Kaffee ist schon wieder lauwarm. Im Apfel ist ein Wurm. Im Bett liegen überall Kekskrümel. Das Klopapier ist alle. Wir haben Schimmel in der Küche.
Das ist doch eigentlich alles Quatsch.
Slartibartfaß - 28. Nov, 00:30
